Diese Seite beantwortet viele Fragen, die beim Erstkontakt mit unserer Verbindung oft gestellt werden.

Studentenverbindung? Was ist das?
Eine Studentenverbindung oder Korporation ist ein Verein von Studenten und ehemaligen Studenten einer Universität, Hochschule oder ähnlichen akademischen Institutionen, der Brauchtum und gewachsene Traditionen pflegt. In Deutschland gibt es eine Vielzahl verschiedener Verbindungstypen; von nicht schlagenden, über fakultativ und frei schlagende bis hin zu den pflichtschlagenden Bünden. Ebenso gibt es viele Bünde mit konfessioneller Prägung, technischer, musischer, jagdlicher oder sportlicher Ausrichtung. Daneben gibt es reine Männerbünde, reine Damenverbindungen oder auch gemischte Verbindungen, in welchen Männer und Frauen aktiv werden können. Allen Verbindungen ist jedoch das Lebensbundprinzip zueigen.

Die Moeno Ripuaria ist eine frei schlagende (s.u.), konfessionell ungebundene Verbindung. Bei uns gilt das Toleranzprinzip gleichwie das Männerbundprinzip. Unsere Verbindung ist historisch technisch geprägt, wir nehmen jedoch seit jeher auch Mitglieder anderer Fakultäten (z.B. Sozialwissenschaften, Betriebswirtschaft etc.) bei uns auf.

Was bedeutet „Lebensbund“ im speziellen?
Die Mitglieder unserer Verbindung haben es sich zum Ziel gesetzt, das Studium in der Gemeinschaft erfolgreich zu absolvieren. Des Weiteren pflegen wir zum Ausgleich ein fröhliches Studentenleben, welches sich bei uns durch verschiedenste Veranstaltungen widerspiegelt. Jedoch kommt bei all diesen Angelegenheiten das Privatleben eines jeden Einzelnen nicht zu kurz. Nach Abschluss des Studiums bleiben wir dank unserer Zugehörigkeit zur Moeno Ripuaria miteinander durch eine lebenslange Freundschaft und unser Farbenband verbunden. Die Aktiven (Studenten) organisieren regelmäßig Veranstaltungen, an welchen sich alle Mitglieder der Moeno Ripuaria wiedersehen können, egal wohin es sie nach dem Studium verschlagen hat.

Welchen Vorteil hat das Lebensbundprinzip?
Bei Beginn eines Studiums steht man gerade als Studienanfänger häufig vor Problemen. Dabei stellt sich oft die Frage, wie man sich seinen persönlichen Studienplan zusammenstellt oder an welche Institutionen man sich bei aufkommenden Schwierigkeiten wenden kann. Gerade in unserer Verbindung können solche Dinge überwunden werden, da hier die älteren Studenten und jungen Alten Herren den Studienanfängern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Aufgrund einer Vielzahl von Generationen in unserem Bund ermöglicht das Lebensbundprinzip ebenfalls den Kontakt zu Studienabsolventen, unseren "Alten Herren", zu knüpfen. Diese stehen gerne zur Verfügung wenn es um ein Praktikum, Auslandsaufenthalte, die spätere Berufsplanung oder allgemeine Studien- und Lebensfragen geht.

Wer kann Moeno werden?
Mitglied der Moeno Ripuaria kann jeder männliche Student werden, der an der FHWS Hochschule Würzburg-Schweinfurt oder an einer anderen Hochschule in der EU immatrikuliert ist. Der Beitritt von Frauen in jede Form einer schlagenden Verbindung und auch die meisten nicht schlagenden Bünde ist nicht möglich. Jedoch gibt es in Schweinfurt mit der „TDV Feminae e Franconia“ eine und auch in Würzburg mehrere reine Damenverbindungen. Damen mit und ohne Couleur sind der Moeno Ripuaria jedoch bei der Mehrzahl ihrer Veranstaltungen herzlich willkommen.

Muss ich Fechten?
Nein, da wir ein frei schlagender Bund sind. Es ist jedem Moeno Ripuaren freigestellt, ob er sich das studentische Fechten überhaupt ansehen oder sich sogar „einpauken“ will, um eine „scharfe Mensur“ zu fechten. Wenn ein Bundesbruder sich aber dazu entschließt, dann erhält er von allen Moeno Ripuaren die volle Unterstützung.

Welche Vorteile bringt die Mitgliedschaft in der Moeno-Ripuaria?
Als erstes einen vielseitigen, generationenübergreifenden Freundeskreis, in welchem vom 18-jährigen Studienanfänger bis hin zum 90-jährigen Alten Herren Personen jeden Alters zu finden sind. Eine so große Anzahl an Mitgliedern (derzeit über 300) bietet eine ständige Herausforderung für jeden einzelnen. Durch die Gestaltung attraktiver Semesterprogramme, Vorträge und Studienreisen lernt man viele interessante Hobbies und die schönsten Ecken in Schweinfurt und ganz Deutschland kennen. Als Korporierter findet man ebenfalls einen schnellen Kontakt zu älteren Studiensemestern seines Studienganges und kann von deren großem Potenzial an Erfahrung profitieren. Auch die Alten Herren stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Als ständiger Anlaufpunkt unserer Verbindung dient unser MOENO-Haus, welches sich am Rande der Innenstadt von Schweinfurt befindet. In diesem kann man genauso fröhlich feiern wie fleißig studieren. Gerade in der Prüfungszeit trifft sich dort eine Vielzahl von Studenten (auch Nichtmitglieder) um sich auf die anstehenden Klausuren vorzubereiten. Des Weiteren bietet das MOENO-Haus eine Vielzahl von Büchern, einen gut eingerichteten Computerraum, wo vom Drucker bis hin zum Kopierer alles zu finden ist. Nach Beendigung des Studiums geht der Kontakt zum Freundeskreis nicht verloren, da in unserer Verbindung das vorher beschriebene Lebensbundprinzip zählt.

Leidet das Studium?
Eher nicht. Die Mitglieder unserer Verbindung machen genauso gute Abschlüsse wie andere Studenten auch, genauso schnell oder langsam. Natürlich ist die Studienzeit eine unwiederbringliche Zeit im Leben, welche auch der Persönlichkeitsbildung dienen soll. Nach unserem Prinzip der "Wissenschaft" steht bei uns aber an erster Stelle der erfolgreiche Abschluss des Studiums jedes einzelnen Mitgliedes der Moeno Ripuaria. Wir haben Verständnis dafür, wenn jemand aus das Studium betreffenden Gründen weniger Zeit in das Verbindungsleben investieren kann. Jedoch zeigen wir kein Verständnis gegenüber Personen, die ihrem Studium nicht ausreichend nachkommen. So kann es schon einmal vorkommen, dass in einem solchen Fall diverse, lernbezogene Maßnahmen ergriffen werden. Durch eine im Studium vernünftig eingeteilte Zeitplanung sowie die Förderung des wissenschaftlichen Prinzips erhält man ein Reservoir an Erfahrungen, welches sich im späteren Berufsleben durchaus auszahlt. Die vielen Professoren, Unternehmer und Manager in unseren Reihen legen tagtäglich ein Zeugnis davon ab.

Hat das ganze denn keine Nachteile?
Selbstverständlich, massenhaft sogar! Man bekommt es als Verbindungsstudent mit anderen Meinungen, anderen Individuen und manchmal auch mit erstmal merkwürdigen Gebräuchen zu tun. Man muss Aufgaben und zeitweise sogar Verantwortung übernehmen, manchmel sogar drei oder mehr zusammenhängende Sätze vor wildfremden Menschen formulieren, sich möglicherweise für eine festliche Veranstaltung in Schlips und Kragen zwängen. Und dann sind da noch die Alten Herren - Fertigstudierte, die keiner Diskussion aus dem Weg gehen und einem in schwierigen Situationen unterstützen und beraten wollen. Mit einem Wort: furchtbar!!!

Natürlich muss man auch damit leben, als Verbindungsstudent mit Vorurteilen konfrontiert und allerorten diffamiert zu werden. Aber das dient nur dem persönlichen Reifungsprozess und zeigt, welche merkwürdigen Blüten unsere Gesellschaft bisweilen treibt. Wer unser „großes Rollenspiel“ einmal mitgespielt hat oder sich überwunden und persönlich Einblick in die Moeno Ripuaria erhalten hat, ist sicher davon überzeugt, dass wir nicht mehr feiern und trinken als andere Studenten oder Feuerwehrvereine, nicht zusammenklüngeln und über die Entstehung eines neuen Reiches nachgrübeln und ständig Ränke schmieden, um die Weltherrschaft an uns zu reißen. Wir leben seit über neunzig Jahren einen Teil einer großen deutschen Tradition, weder geheim noch grundgesetzwidrig. Übrigens haben wir auch Mitglieder aus Afrika, Süd- und Osteuropa oder Asien in unseren Reihen…

Gibt es berühmte Verbindungsstudenten?
Es gibt berühmte Verbindungsstudenten so gut wie aus allen Berufsfeldern. Hier einige wenige Beispiele:

• Thomas Gottschalk (1950 - heute, Moderator)
• Joseph Ratzinger (1927 - heute, Papst Benedikt XVI)
• Christoph Metzelder (1980 - heute, ehem. Fußballprofi)
• Edmund Stoiber (1941 - heute, deutscher Politiker)
• Karl Ferdinand Braun (1850 – 1918, Physiker, Erfinder der Braunschen Röhre, Nobelpreisträger)
• Gottlieb Daimler (1834 - 1900, Fabrikant)
• Hugo Wilhelm Henkel (1881 - 1952, Unternehmer)
• Konrad Adenauer (1875 - 1967, deutscher Politiker)
• Max Planck (1858 - 1947, Nobelpreisträger Physik)
• Ferdinand Porsche (1875 - 1951, Automobilkonstrukteur)
• Robert Bosch (1861 - 1942, Unternehmer)
• Sigmund Freud (1856 - 1939, Begründer der Psychoanalyse)
• Otto von Bismarck (1815 - 1898, erster Reichskanzler)
• Wilhelm II. (1859 - 1941, letzter Deutscher Kaiser)
• Hanns Martin Schleyer (1915 - 1977, Manager und Funktionär)
• Franz Josef Strauß (1915 - 1988, deutscher Politiker)
• Gustav Stresemann 1878 - 1929, deutscher Politiker und Friedensnobelpreisträger)
• Friedrich Berentzen (1928 - heute, Spirituosenfabrikant)
• Dietrich Bonhoeffer (1906 - 1945, evangelischer Pfarrer) • Günther Oettinger (1953 - heute, EU-Kommissar)
• Wilhelm Liebknecht (1826 – 1900, Mitgründer der SPD)
• Friedrich Bayer (1825 – 1880, Gründer des Bayer-Konzerns)
• Ludwig Thoma (1867 – 1921, Schriftsteller und Herausgeber des „Simplicissimus“)
• Heinrich Heine (1797 – 1856, Dichter und Schriftsteller)
• Dieter Wellershoff (1933 – 2005, Generalinspekteur der Bundeswehr und NVA)
• Karl Marx (1818 – 1883, Philosoph und Ökonom)
• Richard Wagner (1813 – 1883, Komponist, Regisseur und Dramatiker)